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Baden in Pflanzen

Feb. 15, 2024
Wenn der Körper mal eine Auszeit braucht und sie sich in Form eines Timeouts nimmt, passt das den Meisten nicht. Zu lang sind die To do-Listen, zu wichtig die Termine. Dabei kann ein kleiner Break auch seine guten Seiten haben. Wer nimmt sich sonst Zeit für ein entspannendes Schaumbad oder eine wohltuende Kompresse? Und wie wirksam müsste erst selbstgemachte Medizin aus dem Garten der Natur sein? Für die Gesundheit gibt es kaum etwas Besseres. Bestimmte Badezusätze können in Bädern sehr hilfreich sein. Bei Fieber sollte aber darauf verzichtet werden. Eukalyptus, Fichtennadel, Latschenkiefer und Edeltanne lindern spürbar Gliederschmerzen und sorgen auch für freie Atemwege. Die Badetemperatur für das Kräuter-Vollbad, -Dreiviertelbad oder -Halbbad sollte zwischen 35 und 38 Grad Celsius betragen. Empfohlen wird eine Badedauer zwischen 15 und 20 Minuten. Für kreislauflabile Menschen eignet sich das Dreiviertelbad oder das Halbbad besser, das Vollbad ist eher belastender für den Kreislauf. Nach dem Kräuterbad ist es ideal eine halbe Stunde zu ruhen.

Wellnesstipps mit Wirkung

Anleitung für ein Kräuterbad:

500 g getrocknete Kräuter, je nachdem welche Wirkung erzielt werden soll:

• Rosmarin wirkt anregend
• Melisse, Lavendel, Baldrian, Hopfen beruhigen
• Heublumen lindern rheumatische Beschwerden und Stoffwechsel- Probleme
• Kamille und Weizenkleie verwöhnen die Haut
• Thymian lindert Erkältungskrankheiten
• Schafgarbe unterstützt bei Frauenleiden
• Fichte und Kalmus wirken tonisierend, kräftigend.

Zubereitung:
Aus den getrockneten Kräutern wird ein Aufguss mit 2 bis 3 Litern kochendem Wasser zubereitet.
Den abgeseihten Aufguss setzt man dem Badewasser zu.

Kamillen-Kompresse

1-2 Eßlöffel Kamillenblüten, 1/2 l heißes Wasser, 1 dünnes Leinentuch, 1 Innentuch, 1 Außentuch, bzw. 1 Decke. Kamillenblüten mit heißem Wasser (nicht kochend) übergießen und auf das Leinentuch legen. Die Kompresse in ein Tuch einschlagen und sie auf die schmerzende Stelle legen. Dann die Kompresse mit dem Außentuch fixieren. Ein bis zweimal täglich anwenden, bis das lokale Wärmegefühl nachlässt. Insgesamt bis zu einer Woche lang.

Dampfkompresse

Benötigt werden: ein dünnes Frotteetuch, zwei Wärmeflaschen, ein Baumwolltuch, ein Paar Haushaltshandschuhe, einige Tropfen ätherischer Öle, zum Beispiel Wacholder oder Thymian. Das dünne Frottee-Tuch wird in heißes Wasser gelegt und mit den Haushaltshandschuhen gut ausgewrungen. Dann wird das Öl auf die Kompresse gegeben. Anschließende legt man sie zwischen die beiden Wärmflaschen. Die Wärmflaschen werden in das Baumwolltuch eingeschlagen und auf die schmerzende Stelle gelegt. Einmal täglich über mehrere Tage anwenden und danach jeweils 30 Minuten ruhen.

Erkältungsbalsam

Jeder kennt den wohltuenden Duft nach Pfefferminze, Eukalyptus, Menthol, etc. Bei Husten und laufender oder verstopfter Nase hilft zur Linderung der Symptome Erkältungsbalsam auf der Brust verteilt (eingerieben). Ein Teil der ätherischen Öle verdunsten aufgrund der Körpertemperatur und gelangen in die Nase wo sie die Atemwege beruhigen. Ein weiterer Teil gelangt über die Haut zu den Bronchien und hilft dort zähflüssigen Schleim zu lösen. Bei Erkältung wird er nach Bedarf im Brustbereich sanft einmassiert.

Zutaten:
2 EL Kokosöl (oder anderes Öl), 2 Gramm Bienenwachs, ätherische Öle, Art und Menge, je nach Belieben wie Pfefferminze, Menthol, Kampfer oder weißes Teebaumöl. Zubereitung: Als Basis 2 Esslöffel Kokosöl mit Gramm Bienenwachs in einem Wasserbad schonend erwärmen, etwas abkühlen lassen und dann erst die gewünschten ätherischen Öle zufügen. Je mehr Öle, desto intensiver Geruch und Wirkung. Alles gut vermischen und kalt stellen.
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